«Sensibeli» – Mundart CD und Büechli von Jaël

Ich freue mich sehr eine wunderschöne Zusammenarbeit mit der Musikerin Jaël zu präsentieren. Hochsensibel – hochsensitiv. Schon länger beschäftigt mich dieses Thema, privat und beruflich und ich finde es unglaublich wichtig, wird darüber gesprochen, geschrieben und gesungen. 

Jaël hat ein wunderschönes, tief berührendes Mundartalbum für kleine und grosse Kinder aufgenommen. Als ich von ihrem wunderbaren Projekt gehört habe, habe ich Jaël kontaktiert und daraus ist eine Zusammenarbeit entstanden. Es ist uns wichtig, das Thema Hochsensibilität/Hochsensitivität zu beleuchten. Es «bekannt» zu machen und zu enttabuisieren. Ca. 20-30% der Menschen gelten als hochsensibel. Wir sind also nicht allein, Frauen und Männer übrigens ziemlich ausgeglichen, auch wenn Männer in diesem Thema noch etwas weniger sichtbar sind.

Mehr zum Thema Hochsensibilität findet ihr ganz einfach im Internet oder auch bei mir auf der Homepage. Workshops Yoga für Hochsensible oder auch in meinem Blog und als Coachingprogramm.

Die konkrete Zusammenarbeit zwischen Jaël und mir sieht so aus, dass ihr Mundart-Album ab sofort auch bei mir erhältlich ist. Ihr könnt es direkt bei mir im Musikstudio/Praxisraum beziehen oder mich gerne per Mail oder Telefon kontaktieren. Weiter unten findet ihr einen Pressetext zum «Sensibeli».
Was weiter daraus entsteht, das steht noch in den Sternen. Aber die Geschichte eignet sich nicht nur gut um zu erzählen und ihr zu lauschen, sie würde auch als Musiktheater wunderbar funktionieren. Ihr dürft also gespannt sein auf mehr!

Mein grösstes Anliegen in diesem Thema ist, dass wir alle so sein dürfen, wie wir sind. Ich habe selber lange Zeit erlebt, wie es sich anfühlt, «anders» zu sein, nicht dazu zu gehören und nicht zu wissen, was mit mir «falsch» ist. Natürlich ist/war nichts mit mir falsch, ich wusste einfach nicht, dass ich ein sehr feines Nervenkostüm habe und die Welt anders, intensiver wahrnehme. Neben einigen Herausforderungen, die dies in der westlichen Gesellschaft hat, ist es aber vor allem eines: ein Geschenk und eine Gabe!

Pressetext «Sensibeli»

SENSIBELI: einfühlsame JAËL-Songs auf Berndeutsch

Die Berner Sängerin und Songwriterin Jaël zeigt sich auf ihrem neusten Werk SENSIBELI von einer neuen, verletzlichen Seite: Ihre neue CD mit Vorlesegeschichte und Abziehbildern («Kindertattoos») widmet sich dem Thema Hochsensitivität.

Die 13 berndeutschen Lieder des neuen Albums drehen sich um die Lebenswelt des SENSIBELI: Das verträumte und empathische Kind entdeckt darin seine Andersartigkeit und gibt Einblick in seine fantasievolle Innenwelt, seine Gedanken, Ängste und Träume. «Diese Texte und Melodien sind in der Zeit entstanden, als ich wegen der Corona-Pandemie noch mehr Zeit zuhause mit meinem Sohn verbrachte. Sie mussten einfach aus mir raus», erklärt Jaël.

Für das Songwriting arbeitete Jaël intensiv mit LUNIK-Gründungsmitglied Adrian Amstutz zusammen, der auf den ersten beiden Alben Trip-Hop-Nummern wie «Other Side», «Rumour» und «Supernova» geschrieben und sich dann vor 20 Jahren aus der Musikbranche zurückgezogen hatte. Entstanden sind feinfühlige, zum Teil verträumte, aber auch spielerische und eingängige Songs. Sie eignen sich einerseits für besinnliche Momente und zum Runterfahren vor dem Schlafengehen und animieren andererseits mit ihrer spielerischen Leichtigkeit auch zum Mitsingen. Ursprünglich nur für Gitarre und Gesang entworfen, wurden die Songs von Cyrill Camenzind stimmig produziert und leben von harmonischen Chörli und einer reichhaltigen Instrumentalisierung. So kommen im ersten Song «für immer und ewig» über den Stoffbäri nicht nur Jazzbesen und Xylophon, sondern sogar Streicher zum Einsatz. Im Song «werum wiso», der sich um die 1000 Fragen dreht, die Kinder vor dem Einschlafen noch bewegen, gibt’s gar einen Nashville-Twist mit Lap-Steel-Gitarre und Mandoline. Eine fröhlich-schmissige Nummer ist der «Putztag», bei dem auch Kochtöpfe bespielt werden und andere Geräusche zu entdecken sind: Hier geht es darum, dass das SENSIBELI gerne richtig in der Erwachsenenwelt mithelfen und nicht nur mit Kinderkram beschäftigt werden möchte. Der Titelsong SENSIBELI ist auf dem Album ganz am Schluss platziert und beschreibt die Eigenheiten der von Jaël geschaffenen Figur. Er handelt davon, dass jedes Kind in seiner Einzigartigkeit schöne und wertvolle Seiten hat und dass es sich lohnt, Kinder so anzunehmen, wie sie sind.

Mit dem SENSIBELI hat Jaël ein Gesamtwerk geschaffen, das musikalisch überzeugt und sich durch Tiefgang und einen hohen Produktionsstandard auszeichnet. Ein Werk, das einen Einblick in das Leben hochsensitiver Menschen und insbesondere Kinder gibt und zum Nachdenken anregt. Die Songs und das von Silvan Borer wunderschön illustrierte Booklet richten sich zwar vordergründig an Kinder, sprechen aber ein breites Publikum an. Die Texte sind unschuldig und einfach gehalten, drehen sich aber um elementare Fragen, die auch die Erwachsenenwelt betreffen. Deshalb spricht diese Produktion nicht nur die Kleinen an, sondern bietet ein Hörerlebnis für die gesamte Familie.

Die Texte im Büchlein sind hochdeutsch. Sie erzählen von Gegenständen und Momenten, die auch in den Liedern besungen werden. Mit einem QR-Code kommt man zu einem weiteren Highlight dieses homogenen Gesamtwerks: Hier erzählt Jäel die Geschichte «ds Sensibeli steut sech vor» auf Berndeutsch. Neben der Vorlesegeschichte gibt es auch noch Abziehbilder («Kindertattoos»), die das Set abrunden.

SENSIBELI © 2021 Zealand Records